i Dornwarze Ratgeber 2018

Dornwarze bei Kindern

Dornwarzen bei Kindern

Das humane Papillomavirus ist verantwortlich für die Entstehung von Warzen. Diese können überall auf der Haut in unterschiedlichen Formen auftreten.

Durch Körperkontakt und Kontakt mit „verseuchten“ Gegenständen werden die Viren übertragen. Das sind beispielsweise Handtücher, Türklinken, Haltestangen in öffentlichen Verkehrsmitteln oder, im Fall der Dornwarze, Schuhe, Socken oder Fußböden.

Bei kleineren Kindern muss sich das Immunsystem erst noch entwickeln, die Anfälligkeit gegenüber Viren und Bakterien ist daher höher als bei Erwachsenen.

Kinder ziehen sich recht oft Dornwarzen zu, weil sie häufiger als Erwachsene barfuß gehen, sich öfter verletzen und sich obendrein viel in Gemeinschaftsräumen, im Schwimmbad, in den Duschen von Sportanlagen oder in Turnhallen aufhalten.

Die Altersgruppe der Kinder zwischen vier und acht Jahren ist besonders stark von Warzen betroffen. Weiterhin kann mit dem Beginn der Pubertät Warzen plötzlich vermehrt auftreten.


Was genau passiert bei der Entstehung einer Dornwarze?

Dornwarze Papillomavirus
Papillomaviren halten sich gerne an Händen und Füßen auf. Wobei andere Körperstellen wie Arme und Beinde nicht ausgeschlossen sind.

Die gut durchbluteten Bindegewebszellen und die Zellen der obersten Hautschicht beginnen unter dem Einfluss des Papillomavirus extrem schnell zu wachsen, schneller, als sie üblicherweise abgestoßen werden können.

Die beständige Belastung der Fußsohle drückt diese Wucherung nach innen. Dicke Hornhautschichten entstehen, durchzogen von winzigen Blutergüssen, weil die haarfeinen Blutgefäße verstopfen oder durch Belastung „platzen“.

An den entsprechenden schwarz-braunen Punkten oder Flecken im Zentrum eines Hornhautgebildes ist die Dornwarze gut zu erkennen und von gewöhnlicher Hornhaut oder einem Hühnerauge zu unterscheiden. Kinder haben naturgemäß viel seltener Hornhautschwielen oder Hühneraugen als Erwachsene.

Plötzliche Verhärtungen an der Ferse oder am Fußballen fallen schnell auf. Meist ist eine Dornwarze der Auslöser.

Typischerweise bildet sich unter dem Einfluss der Viren eine Art „Dorn“ oder eher eine Ansammlung aus verhorntem Gewebe. Diese drückt bei jedem Schritt schmerzhaft nach innen in das Fett- und Muskelgewebe des Fußes.

Neben der beständigen Ansteckungsgefahr für andere Familienmitglieder oder Spielkameraden gibt es einen weiteren guten Grund, die Dornwarzen bei Kindern sofort zu behandeln: Die Kinder beginnen wegen der Schmerzen am Fuß, eine Art Ausweichhaltung einzunehmen und schief aufzutreten.

Das nimmt ihnen nicht nur die Bewegungs- und Spielfreude. Die schiefe Körperhaltung schadet ihnen auf Dauer.


Dornwarze bei Kindern – Was ist zu tun?

Dornwarze bei Hautarzt
Beim Verdacht auf eine oder mehrere Dornwarzen sollten Eltern nicht lange experimentieren, sondern gleich zum Hautarzt gehen.

Je eher eine Diagnose feststeht und eine Therapie einsetzt, desto schneller verschwindet die Warze, ohne Schmerzen oder tiefe Spuren zu hinterlassen.

Auch Hühneraugen oder gewöhnliche, verhärtete Druckstellen am Fuß sind schmerzhaft. Da sie bei Erwachsenen aber recht häufig auftreten, wird es nicht ernst genommen und lange Zeit nichts unternommen.

In dieser Zeit wächst die Dornwarze weiter und bildet dickere, tiefer gehende Hornhautschichten. Umso langwieriger ist dann die Behandlung.

Kinder haben oft bessere Heilungsaussichten weil die Dornwarzen werden meist schneller entdeckt werden. Gemeinsam mit dem Arzt gilt es, die beste und schnellste Maßnahme zu finden, um die Dornwarze zu entfernen, damit der Kinderfuß möglichst bald wieder schmerzfrei beweglich wird.

Der Facharzt verfügt über ein ganzes Arsenal an Möglichkeiten, die Dornwarze vor allem möglichst ohne Schmerzen zu entfernen.

In den meisten Fällen genügt es, wenn die Eltern zu Hause die Dornwarze mit einem geeigneten Präparat gegen Warzen behandeln: Im Handel sind Produkte mit Milch- oder Ameisensäure oder speziell für Kinder entwickelte Vereisungsstifte.

Die Mittel, die der Arzt verordnet, enthalten oft noch Substanzen, die zusätzlich gegen die Viren wirken, anstatt nur die verhärtete Haut abzutragen.

Auch die Vereisungs-Präparate, die der Dermatologe verwendet, wirken stärker als die, die in der Apotheke zur Selbstbehandlung zur Verfügung gestellt werden.


Dornwarzen und das kindliche Immunsystem

Etwa ab dem Alter von zehn Monaten lässt der von der Mutter mitgegebene Immunschutz nach. Das Immunsystem des Babys beginnt nun, sich mit der Umwelt und deren Einflüssen auseinanderzusetzen.

Es macht eine Art Lernprozess durch, der sich bis ins siebte oder achte Lebensjahr fortsetzt. Das Resultat: Eine Erkältung oder Kinderkrankheit jagt die andere.

Innerhalb der ersten vier Lebensjahre sind bis zu fünf bakterielle oder virale Atemwegserkrankungen völlig normal, oft auch mehr.

Jede Konfrontation mit einem Krankheitserreger in der Krabbelgruppe, dem Kindergarten oder der Schule stellt eine neue Herausforderung und einen Lernprozess für das Immunsystem des Kleinkindes dar.Immer wieder müssen neue Antikörper entwickelt werden.

Nicht umsonst sagen jedoch Großmütter wie Kinderärzte, dass aus kränklichen Kindern oft sehr robuste Erwachsene werden. Ihre körpereigene Immunabwehr ist durch eine harte, aber erfolgreiche Schule gegangen.

Genau in dieser Lernphase des Immunsystems steigt auch das Risiko, sich mit dem Humanen Papillomavirus, vorzugsweise dem Typus 1 zu infizieren und Warzen zu entwickeln.

Gewöhnliche Warzen sehen unappetitlich aus, sind hoch ansteckend auch für andere Kinder und gedeihen auf den Zehen, Fingern oder gar im Gesicht. Dornwarzen sind optisch weniger auffällig, dafür tun sie schlicht weh, weil sie im Kinderfuß bei jeder Belastung drücken.


Die Chance einer Selbstheilung

Bekanntlich heilen Hautwarzen häufig ganz ohne jede Behandlung spontan und spurlos wieder ab. Allerdings sollten Eltern sich nicht darauf verlassen.Insbesondere bei Dornwarzen ist Abwarten nicht angebracht.

Dies sind die wichtigsten Gründe, warum, eine Dornwarze beim Kind schnell entfernt werden sollte:

  • Nur etwa 30% aller Warzen heilen tatsächlich unbehandelt wieder ab.
  • Die Spontanheilung von Warzen ist möglich. Oft lässt sie aber auf sich warten.
  • Unbehandelte Warzen, auch die harmlos wirkenden Dornwarzen, sind hochgradig ansteckend für andere Kinder oder andere Personen im Haushalt.
  • Die Dornwarzen tun weh und behindern das Kind in seiner Bewegungsfreude.
  • Betroffene Kinder gewöhnen sich eine Fehlhaltung an, weil die Dornwarze an Ferse oder Zehenballen starke Schmerzen verursacht.

Dornwarze bei Kindern behandeln

Natürlich können Eltern Warzen mit bewährten Hausmitteln behandeln, beispielsweise Klebeband, Eigenurin oder Teebaumöl.

Schöllkraut-Tinktur gegen Dornwarzen
Schöllkraut-Tinktur - Bereits zwei- bis dreimal einen Tropfen auf die betroffene Stelle hilft Warzen loszuwerden.

Vorsicht ist bei Schöllkraut- (auch: Chelidonium-) oder Thuja-Tinktur geboten: Auf gar keinen Fall dürfen Spuren davon an die Finger geraten und auf diesem Weg in den Mund des Kindes. Denn beide Mittel sind toxisch, giftig.

Die üblichen Warzenpflaster, Lösungen oder Vereisungsmittel eignen sich zum Teil auch für Kinder. Die Firma Wartner bietet ein spezielles Produkt für Kinder an, Wartner Kid.

Das Besondere daran ist die verkürzte Einwirkungsdauer mit einem speziellen Applikator. Das Vereisen selbst kann kurzfristig wehtun, aber bei der für Kinder geeigneten Variante genügen bereits zehn Sekunden des Kontaktes mit dem Mittel.

Alternativ gibt es das Produkt EndWarts Freeze, das mit einer niedrigeren Vereisungstemperatur arbeitet und entsprechend weniger schmerzt.

Vorsicht ist bei der Anwendung starker Säuren geboten: Salicyl-, oder Essigsäure können sich als zu scharf erweisen und die zarte Kinderhaut schmerzhaft verätzen. Eine mehrfache Behandlung damit ist möglicherweise eine Tortur für das Kind.

Anti-Warzen-Pflaster oder -tinkturen mit Milchsäure oder Ameisensäure wirken deutlich milder. Ein Produkt mit Ameisensäure ist sogar für Kinder unter vier Jahren geeignet (beispielsweise Endwarts Pen).

Die Säuren dürfen immer nur punktgenau auf der Warze verwendet werden. Die umgebende Haut kann beispielsweise mit gewöhnlicher Penatencreme oder Vaseline geschützt werden.


Dornwarzen bei Kindern entfernen

Weicht die Dornwarze nicht innerhalb von zwei Wochen einer der beschriebenen Therapien, ist unbedingt der Hautarzt aufzusuchen. Dornwarzen bei Kindern sollten so schonend und schnell wie möglich beseitigt werden.

Laserbehandlungen oder Elektrokauterisation eignen sich nicht zur Anwendung bei Kindern: Sie sind zu schmerzhaft.

Ein kleiner chirurgischer Eingriff ist dagegen eine gute Alternative. Eine örtliche Betäubung genügt zu diesem Zweck vollständig. Die Dornwarze wird dann mit einem chirurgischen Löffel oder einem Biopsie-Gerät „ausgehoben“ oder ausgestochen.

Sämtliches weitere befallene Gewebe wird eventuell mit einer Pinzette entfernt. Etwa zwei Wochen lang sollte die Öffnung in der Haut antiseptisch behandelt und durch einen Verband vor Verschmutzung geschützt werden. Bei Kindern heilt eine solche Wunde in der Regel sehr schnell zu.

Der Kinder- oder Hautarzt wird zudem gleich nach der kleinen Operation eine desinfizierende und Viren abtötende Salbe anwenden.


Vorbeugende Maßnahmen gegen Dornwarzen bei Kindern

Eltern müssen nicht bei jeder Gelegenheit zu Desinfektionsmitteln greifen. Gewöhnliche Hygienemaßnahmen reichen völlig aus.

Bei trockener, rissiger Haut am Kinderfuß hilft Eincremen nach jedem Bad.

Kinder sollten keinesfalls untereinander Bade- oder andere Schuhe tauschen, auch Socken oder Handtücher sollten stets auf nur einen Benutzer begrenzt bleiben

Badeschlappen im Schwimmbad oder ein Desinfizieren der Füße nach dem Schwimmbadbesuch sind in solchen Fällen ebenfalls ein guter Schutz.

Die beste Chance, um Warzen aller Art zu entgehen, ist ein intaktes Immunsystem. Diese Maßnahmen stärken es:

  • Die Vermeidung praller Sonne bei Kleinkindern bis zum Alter von drei oder vier Jahren
  • Gesunde, vielseitige und vitaminreiche Ernährung
  • Viel Aktivität und Bewegung an der frischen Luft und zu jeder Jahreszeit
  • Immunabwehr-stärkende Mittel, beispielsweise Lebertran – zusätzlich zu einer vitamin- und vitalstoffreichen Ernährung
  • Konstitutionsmittel aus der Homöopathie erhöhen ebenfalls die allgemeine Widerstandskraft: Beispiele dafür sind Calcium carbonicum, Sulphur in C30 oder C200 oder Silicea

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