i Dornwarze Ratgeber 2018

Dornwarzen: Schutz für die Füße davor und danach

Dornwarze Fuß

Dorn- oder Stechwarzen, auch Plantarwarzen genannt, treten zu 99% an der Fußsohle auf. Die humanen Papillomaviren, die für ihre Entstehung verantwortlich sind, sind die Typen 1, 2, 4, 10, 27, 57 und 65.

Sie sind fast identisch mit den Auslösern der Verrucae vulgaris, der gewöhnlichen Hautwarzen. Warum entwickeln sie sich unterschiedlich? Sie sitzen an diversen Stellen der Fußsohle, vorzugsweise an der Ferse, unterhalb der Zehen oder am Fußballen.

Das sind Stellen, auf die beim Gehen und Stehen sehr viel Druck ausgeübt wird. Der HPV veranlasst die Hautzellen am Ort der Infektion, extrem schnell zu wachsen und abzusterben. Auf der Hautoberfläche formieren sich diese Zellen zu den bekannten Flach- oder Vulgär-Warzen.

An der Fußsohle verläuft die Entwicklung etwas anders: Druck und Bewegung sowie Socken und Schuhe verhindern, dass das krankhafte Zellwachstum sich bei der Plantarwarze nach außen schiebt. Stattdessen entsteht eine runde oder leicht keilförmige Hornhautansammlung, die nach innen wächst.

Sie führte auch zur deutschen Bezeichnung der Verrucae plantaris: Dorn- oder Stechwarze. Beim Gehen schmerzt der Fuß, so, als läge ein kleiner Stein darunter, oder als hätte sich der Betroffene einen Dorn oder Stachel eingetreten.


Was tun bei Dornwarzen am Fuß

Dornwarze am Fuß
Die Schmerzen beim Gehen und bei jeder Belastung des Fußes sind ein guter Grund, die Dornwarze entfernen zu lassen oder sie selbst zu entfernen.

Zahlreiche Mittel gegen Dornwarzen am Fuß stehen zur Auswahl: Hausmittel, natürliche Substanzen, diverse Präparate aus der Apotheke oder das chirurgische Eingreifen eines Arztes führen mehr oder weniger schnell zum Erfolg.

Anstatt die Dornwarze zu operieren, kann der Arzt auch eine Laserbehandlung oder Elektrokauterisation durchführen. Oft müssen mehrere Wege ausprobiert werden, bis die Warze abheilt.

Es kann eine ganze Weile dauern kann, bis die Stechwarze weicht. Auch eine Laserbehandlung oder ein operativer Eingriff hinterlässt eine Wunde, die heilen muss. Bis die Heilung abgeschlossen ist, muss der Fuß geschont werden.

Zu langes „Aushalten“ des Druckschmerzes führt zu einer Ausweichhaltung, so dass möglicherweise die Schmerzen am Fuß bald von Schmerzen an der Hüfte, am Knie oder im Rücken gefolgt werden.

Dieses Phänomen kennt jeder: Selbst eine Blase am kleinen Zeh kann schmerzbedingt zu einem schiefen Bewegungsablauf führen.

Dornwarzen an der Ferse und am Fußballen können dauerhaft quälen und wirken sich entsprechend auf die gesamte Körperhaltung aus.

Der beständige Druck unterm Fuß kann obendrein dazu führen, dass sich eine Entzündung um die betreffende Stelle herum oder direkt darunter entwickelt.

Das kann nicht nur bei einer Dornwarze passieren, sondern auch bei Hühneraugen, dicker Hornhaut unter dem Fuß oder Blasen. In allen Fällen ist es unangenehm und schmerzhaft.

Vorübergehende Linderung

Bequeme, weiche Schuhe in der Heilungsphase sind vor der Entfernung und auch während der Behandlung der Dornwarze empfehlenswert. Speziell für Hühneraugen entwickelt wurden Silikonpolster, die flexibel angebracht werden können.

Die Öffnung im Polster kommt an die Stelle, an der das Hühnerauge oder die Dornwarze sitzt oder saß. Auf diese Weise gelangt kein direkter Druck mehr an das strapazierte Gewebe.

Besonders bei einer Dornwarze an der Ferse oder am Fußballen unterhalb des großen Zehs ist ein solches Polster eine Erleichterung.

Die Ausbreitung des Virus verhindern

Der zweite gute Grund, warum Dornwarzen bekämpft werden sollten: Wer sie hat, überträgt den betreffenden HPV-Virus auch auf andere Menschen. Besonders die Erreger von Dornwarzen verbreiten sich extrem schnell.

Einige Menschen sind ihr Leben lang vollkommen immun gegen Warzen, andere leiden immer wieder darunter. Doch bis zu 50% aller Menschen entwickelt bereits bis zum 20. Lebensjahr Antikörper gegen HPV-Warzen.

Das heißt, der Organismus hat zumindest einmal erfolgreich gegen eine stattgefundene Ansteckung angekämpft, selbst wenn keine Warzen gesprossen sind.

Um eine eigene Ansteckung oder eine Weitergabe der Dornwarzen-Erreger zu vermeiden, gibt es eine ganze Reihe von Vorsichtsmaßnahmen, die im Folgenden beschrieben werden.


Vorbeugung gegen Dornwarzen am Fuß

Die humanen Papillomaviren, die Dornwarzen am Fuß hervorrufen, zählen zu den unbehüllten Viren. Sie sind etwas weniger resistent gegen Desinfektionsmittel als ihre „behüllten“ Vettern, bei denen der eigentliche Virus von einer Membrane umgeben ist.

Trotzdem tummeln sie sich gern und häufig an feucht-warmen Orten. Zur Vermehrung benötigen sie menschliche, lebende Hautzellen. Doch sie überleben mühelos bis zu sieben Tage lang selbst bei trockener Luft auf allen möglichen Oberflächen, bis sie einen geeigneten „Wirt“ finden.


Was lässt sich im Alltag gegen eine Infektion mit dem Warzen-Virus tun?

Fußpflege

Fußpflege Lotion
Eine pflegende Lotion kann zum Schutz vor Dornwarzen Abhilfe schaffen.

Wer zu rissiger, spröder Haut und Hornhaut unterm Fuß, im Randbereich der Ferse, unterhalb und seitlich der Zehen neigt, sollte versuchen, diese nach und nach zu beseitigen.

Nach einem Fußbad oder Vollbad lässt sich trockene, abgestorbene Haut mit einem Hornhauthobel oder Bimsstein abreiben und abtragen.

Danach sollte eine, pflegende, rückfettende Lotion aufgetragen werden. Damit das Pflegemittel auch direkt am Fuß bleibt, werden über Nacht dünne Baumwollsocken angezogen.

Das Ergebnis sind nicht nur gepflegt aussehende Füße. Die rissige, gelblich verfärbte Hornhaut bildet sich zurück. Vor allem lassen sich so Risse vermeiden, die mit der Zeit tiefer werden und es allen möglichen Bakterien oder Viren gestatten, in die Haut zu dringen.

Barfußgehen – gewusst wo

27% aller „Opfer“ von Dornwarzen sind Menschen, die Gemeinschaftsduschen benutzen. Beispielsweise in Schwimmbädern oder Sporteinrichtungen.

So gesund es ist, gelegentlich barfuß zu gehen: Im Schwimmbad, in Turnhallen oder gemeinschaftlich genutzten Duschen und Sanitärräumen ist es eine Frage der Rücksicht und der allgemeinen Hygiene, Flip-Flops, Schlappen oder Badeschuhe zu tragen.

Besonders Kinder sollten zur Vorsicht angehalten werden. Ihr Immunsystem ist noch in der Entwicklung begriffen. Gleichzeitig ziehen sich kleine Abenteurer schnell kleinere Hautverletzungen zu. Diese bilden Eintrittsmöglichkeit für die HPV.

Feuchtigkeit vermeiden

In feuchter Umgebung halten sich diverse Keime lieber und länger auf als im Trockenen. Zudem weicht dauerhafte Feuchtigkeit die Haut auf und macht sie empfänglicher für Viren oder Pilzsporen.

Ob im Schwimmbad oder im eigenen Badezimmer: Vor dem Anziehen von Socken, Strümpfen oder Schuhen sollten die Fußsohle und der Bereich zwischen den Zehen immer sorgfältig abgetrocknet werden. Ein zusätzlicher Schutz auch bei Fußschweiß ist Talkumpuder.

Hygiene-Maßnahmen

Eine heiße Maschinenwäsche (Kochwäsche) oder chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen dafür, dass warzen-auslösende HPV-Viren nicht überleben.

Dornwarze bei Kindern
Kinder sollten daran gewöhnt werden, Handtücher keinesfalls gemeinsam zu benutzen oder zu tauschen.

Weitere Vorsichtsmaßnahmen

Wer an sich eine Dornwarze oder eine andere Art von Warze entdeckt, darf nicht daran kratzen. Geschieht es trotzdem, ist sofortiges Händewaschen Pflicht.

Eine konservative Behandlung der Dornwarze am Fuß, beispielsweise mit Teebaumöl oder Säuren, führt dazu, dass die erkrankte Haut nach und nach abstirbt und sich entfernen lässt. Wer dazu einen Hornhauthobel oder Bimsstein verwendet, sollte beides nur sehr vorsichtig anwenden, damit die darunterliegende Haut nicht verletzt wird. Denn auch das trägt zur Verbreitung der Viren bei.

Sämtliche Pflegeartikel, die mit dem Bereich um die Warze in Berührung kommen, sollten regelmäßig gründlich desinfiziert werden.


Zusammenfassung

Gut die Hälfte aller Menschen muss sich im Lauf des Lebens mit verschiedenen Humanen Papillomaviren auseinandersetzen. Das haben Mediziner anhand der Antikörperprofile im Blut herausgefunden.

Gesunde Erwachsene tragen für gewöhnlich nur ein kleines Risiko, sich Warzen zuzuziehen.

Bis zu einem gewissen Grad lässt sich der Entstehung von Dornwarzen an den Füßen vorbeugen:

  • Gute Hautpflege auch an den Füßen verhindert eine Infektion mit HPV
  • Badeschuhe in öffentlich genutzten Einrichtungen sind fast ein Muss
  • Hygiene: Chlorhaltige Desinfektionsmittel, der „Kochwaschgang“ bei 90 oder 95 Grad für Handtücher beispielsweise sind ein guter Schutz

Sind bereits Dornwarzen aufgetreten, ist es ratsam, sie zeitnah und sachgemäß zu entfernen. Das schützt auch andere vor einer Infektion.

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