i Dornwarze Ratgeber 2018

Hausmittel gegen Dornwarzen

Dornwarze Hausmittel

Schmerzhaft und ansteckend: Eine Dornwarze, auch als Plantarwarze bekannt. Sie siedelt sich ausschließlich am Fuß an, genau dort, wo Gehen, Stehen, Bewegung und Schuhwerk stetig Druck ausüben.

Entsprechend entwickelt sich diese Warzenform nicht als Wucherung nach außen, sondern verhärtet sich und drückt innen ins weiche Gewebe des Fußes.

Weil Dornwarzen durch ihre Ausbreitung nach innen in den Fuß auf die Dauer große Schmerzen verursachen, ist es notwendig, sie möglichst schnell wieder zu entfernen.

Je eher der Patient beginnt, die Dornwarze zu behandeln, desto besser die Chancen, die Warze mit milden, wenig drastischen Mitteln zum Verschwinden zu bringen.

Viele „Hausmittel“, die sich beim Behandeln von gewöhnlichen Warzen an anderen Körperteilen bewährt haben, benötigen oft zu lange, um bei einer Dornwarze mit ihren dicken Hornhaut-Schichten zeitnahe Erfolge zu erzielen.

Warzen haben die Eigenart, spontan wieder abzuheilen, etwa, wenn sich das Immunsystem zum Besseren verändert. Daher und auch aus Mangel an umfangreichen Studien fehlt vielen Hausmitteln eine echte Bestätigung ihrer Wirksamkeit.

Wenn die Plantarwarze sich hartnäckig vergrößert, schmerzhafter wird oder wenn sich eventuell sogar weitere Warzen in der Umgebung der ersten bilden, ist der Gang zum Hausarzt oder gleich zum Dermatologen unvermeidlich.


Diese Hausmittel sind wirksam gegen Dornwarzen

„Hausmittel“ sind vielseitig und eignen sich häufig zum Behandeln unterschiedlichster Beschwerden und Zipperlein. Ihren Namen haben sie daher, dass sie in jedem Haushalt und fast immer verfügbar sind.

Im folgenden Abschnitt wird eine ganze Reihe von bewährten Hausmitteln gegen Warzen, auch Plantar- oder Dornwarzen, aufgelistet, die mit Erfolg gegen Dornwarzen verwendet werden können.

Nicht bei allen dieser Mittel lässt sich erklären, warum sie wirken. Auch heilen sie nicht in jedem Fall oder bei jedem Patienten. Darin unterscheiden sie sich aber nicht von den in der Apotheke verkauften Anti-Warzen-Mitteln, wie etwa Ameisensäure oder Vereisungs-Stiften.

Insbesondere bei Warzen, die sich bereits über längere Zeit hartnäckig behaupten und weiter wachsen, helfen am Ende oft nur eine chirurgische Entfernung oder eine Laserbehandlung.

Teebaumöl

Zitronensaft gegen Dornwarze
Teebaumöl hat eine entzündungshemmende Wirkung

Teebaumöl gilt als sehr vielseitiges Hausmittel. Es enthält nachweislich antibakterielle und antivirale Substanzen, die auf der vom HPV befallenen Haut durchaus Wirkung zeigen können.

Die Warze kann nach einiger Zeit deutlich schrumpfen und die befallene Haut kann sich schälen. Ausschlaggebend ist es das Teebaumöl lange und häufig genug aufzutragen, bis von der eigentlichen Warze nichts mehr zu sehen und nichts mehr zu spüren ist.

Frischer Knoblauch oder frische Zwiebel

Die antiviralen und antibakteriellen Eigenschaften des Knoblauchs oder der Zwiebel sind seit alter Zeit bekannt.

Von Knoblauch oder Zwiebel wird jeweils eine frische Scheibe abgeschnitten und mit einem Pflaster oder einem Verband an der befallenen Stelle festgehalten.

Diese Therapie über mindestens drei Wochen durchzuhalten, erfordert Geduld und vor allem unempfindliche Nasen in der Umgebung.

Zitronensaft

Zitronensaft gegen Dornwarze
Zitronensaft gegen Dornwarzen

Säuren trocknen die Haut aus, so dass sie sich schält und abtragen lässt. Auf diese Weise eine Dornwarze am Fuß zu entfernen, kann sehr lange dauern – zu lange, wenn die verhärtete Warze bereits im Fett- und Muskelgewebe drückt und schmerzt.

Im Anfangsstadium wird die Umgebung der Warze gut mit Vaseline eingecremt. Auf die Dornwarze selbst kommt ein mit Zitronensaft getränkter Wattebausch oder ein Kosmetikpad und wird mit Pflaster oder einem Verbandstreifen festgehalten.

Vorsicht am Fuß: Der Verband darf keinesfalls das Blut abschnüren!

Essig oder Essig-Salz-Lösung

Apfelessig gegen Dornwarze
Ähnlich wie Zitronensaft wirken Apfelessig oder eine Essig-Salz-Lösung

Auch bei der Behandlung mit Essig muss die Haut um die Warze gut gegen die Säure, zum Beispiel mit Vaseline, geschützt werden.

Zwischen den Anwendungen weichen Fußbäder die Haut auf und helfen, das geschädigte Gewebe nach und nach abzutragen.

Wichtig zu wissen: In beiden Fällen wird nicht das Virus abgetötet, aber das verhärtete und „wuchernde“ Gewebe lässt sich entfernen.

Hautschuppen müssen jeweils sorgsam entsorgt, Hornhauthobel oder Bimsstein sowie Handtücher müssen immer wieder desinfiziert, also buchstäblich „ausgekocht“ werden, damit die humanen Papillomaviren, die ihnen anhaften, sich nicht weiterverbreiten.

Eigenurin

Vor allem morgendlicher Eigenurin stellt ein uraltes Hausmittel gegen Warzen aller Art dar. Ganz ähnlich wie bei der Verwendung von Zitronensaft wird ein mit der Flüssigkeit getränkter Wattebausch auf der Warze fixiert – etwa mit einem Pflaster oder Klebeband.

Der Urin wirkt hochgradig desinfizierend, auch gegen Viren. Auch tiefe Dornwarzen trocknen buchstäblich aus und schrumpfen bei wiederholter Anwendung der Behandlung.

Klebeband

Dornwarze Klebeband
Vielfach erfolgreich: Schlichtes Klebeband hilft, Warzen oder Dornwarzen zu entfernen

Das „Bekleben“ der Haut nimmt dem HPV ganz offensichtlich die „Luft zum Atmen“. Die befallenen Hautzellen sterben ab. Die Erfolgsquote von 85% (laut einer Studie) bestätigt das Prinzip.

Die verdickte Haut am Fuß wird innerhalb von ein oder zwei Wochen immer wieder mit Fußbädern eingeweicht und anschließend vorsichtig abgetragen.

Gute Klebe-Eigenschaften haben schlichtes Paket- oder Isolierband.

Vorsicht bei der Anwendung: Wer den Fuß gleich mehrfach damit umwickelt, kann die Durchblutung unterbinden! Besser ist es, nur die befallene Stelle an der Fußsohle zu umkleben.

Bananenschale

Frische Bananenschalen enthalten eine Menge biologisch aktiver Substanzen, beispielsweise Enzyme. Vermutlich gelingt es deshalb gelegentlich mit „Bananenpflastern“ Warzen, auch tiefe Dornwarzen, zu bekämpfen.

Wer frische Bananenschalen etwa zwei Wochen lang jede Nacht an der befallenen Stelle am Fuß befestigt und sie dort wirken lässt, bringt damit möglicherweise eine Dornwarze im Anfangsstadium zum Verschwinden.

Das Festkleben von Bananenschale auf der Fußsohle führt vermutlich auch zu einem Sauerstoffmangel auf der virusbefallenen Haut, ebenso wie die Anwendung von purem Klebeband, und erzielt damit den gleichen Effekt.

Weitere empfohlene Hausmittel zur Entfernung von Dornwarzen sind Honig, Aloe-Vera-Saft oder -Gel, Backpulver oder Sorbinsäure.

Hausmittel und ihre Grenzen

Da die Dornwarzen das gesunde Gewebe praktisch verdrängen, verhärten und tief in den Fuß drücken, tun sie nicht nur sehr weh, sie können auch zu einer Entzündung an der Ferse oder am Fußballen führen.

Säuren oder Vereisung erreichen immer nur die Oberfläche der Haut, ihre erfolgreiche Anwendung dauert lange. Sitzt die Dornwarze bereits zu tief im Fuß, ist aufgrund der Schmerzen und Beschwerden keine Zeit mehr für Experimente.

Selbst eine Behandlung beim Fußpfleger (Podologen) oder Hautarzt mit Vereisung oder chemischen Mitteln kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Wem das zu lange dauert, der sollte den Hautarzt nach

  • einer Laserbehandlung
  • einer Elektrokauterisation oder
  • einem chirurgischen Eingriff fragen.

Eine solche Behandlung ist nicht immer schmerzfrei. Stets bleibt anschließend eine kleine Wunde zurück. Diese Wunde braucht Zeit zum Heilen. Für einige Zeit muss ein Verband getragen werden. Spezielle Silikonkissen im Schuh helfen, die betreffende Stelle vor Druck und Belastung zu schützen.

Zusätzlich ist es wichtig, gezielt gegen den Virus vorzugehen. Der Arzt verabreicht dazu Salben, Tinkturen oder Medikamente.


Zusammenfassung

Eine ganze Reihe von Hausmitteln hat sich bei der Behandlung von Dornwarzen, bewährt. Säuren, Enzyme und antivirale Bestandteile werden bei geduldiger, wiederholter Anwendung wirksam. Rechtzeitig angewendet, sind die Methoden aus Großmutters Zeiten Erfolg versprechend, schnell verfügbar und preiswert.

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